5 Karrieretipps für mehr Erfolg & weniger Stress für junge Ingenieurinnen in der Unternehmensberatung

Seit mehr als einem Jahrzehnt bin ich in einer Domäne tätig, in der ich überproportional von Männern umgeben bin. Seit meinem Ingenieurstudium und meinem Beruf in der Automobilindustrie hatte ich vor allem männliche Freunde, männliche Kommilitonen und männliche Kollegen. So verwundert es kaum, dass ich irgendwann feststellen musste, dass ich mich an meine „natürliche“ Umgebung angepasst hatte. Schleichend kam dieser Prozess, sodass es mir erst nach Jahren auffiel: Ich suchte mir männliche Vorbilder bei der Arbeit, las Bücher über erfolgreiche Männer und bei der Arbeit wollte ich auf gar keinen Fall „weiblich“ auffallen. Dass ich eine Frau bin, wollte ich unter den Teppich kehren. Wie ihr euch denken könnt, ist mir das nur mäßig gelungen. Wenn ein Kollege hart arbeitete, wollte ich doppelt so hart arbeiten. Schwäche durfte ich schon gar nicht zeigen! Ich hatte ja schon Glück im Club der Männer überhaupt akzeptiert zu sein.

Selbst wenn ich glücklicherweise sagen kann, dass ich die sympathischsten Kollegen habe (was wirklich sehr selten ist habe ich gehört), so blieb immer irgendwie das Gefühl, ein Exot zu sein. Denn von mir Wesen „Frau“ gibt es nicht viele Exemplare – dort drüben – in der Männerdomäne.Das Gefühl, besser und härter arbeiten zu müssen als alle anderen Männer, das blieb. Ich wollte beweisen, dass wir Frauen alles können. Wer denn sonst, wenn nicht ich? Denn viele gab es von meiner Sorte Frau ja dort nicht.

Wow, was ein Druck, oder? Hatte ich mir das alles nur eingebildet? Irgendwann fing ich an, das Ganze zu hinterfragen… Natürlich ging ich das Thema sehr analytisch und sachlich an, so wie ich es im Ingenieurstudium gelernt hatte.

Ich fing an bewusst Bücher von erfolgreichen Frauen zu lesen, mich mit den wenigen Frauen, die ich als Kolleginnen hatte, auszutauschen und merkte wie mein Mindset sich langsam veränderte. Und dann diese Erkenntnis: Hey, wenn ich etwas ändern will, dann fange ich doch am besten bei mir selbst an, oder?

Die 5 wesentlichen Tipps habe ich im Folgenden für euch zusammengefasst.

5 Karrieretipps für mehr Erfolg & weniger Stress

für junge Ingenieurinnen in der Unternehmensberatung

Ich weiß nicht, ob es euch auch so geht, aber ich habe mich in meiner beruflichen Laufbahn ziemlich oft bei Kollegen rechtfertigen müssen. Warum bin ich denn so schnell Senior Consultant geworden? Warum gehst du schon nach Hause?

Was soll ich denn darauf antworten? Mittlerweile sage ich einfach nur: Weil ich es kann! Voilà.

Deine Leistung zählt. Versuche immer dein Bestes zu geben und sei niemals neidisch, sondern versuche von deinen Kolleginnen und Kollegen zu lernen. Es wird immer jemanden geben, der erfolgreicher, klüger und schöner (merkt ihr die Reihenfolge?) sein wird. Wozu dann das Ganze? Ja, das ist zum Beispiel ein Punkt, bei denen ich viel von meinen männlichen Kollegen lernen konnte. Über schöner haben die sich nämlich erst gar nicht den Kopf zerbrochen.

Vernetze dich mit anderen Frauen und unterstützt euch gegenseitig! Hinterfrage deine Sicht, wie du dich auch anderen Kolleginnen gegenüber verhältst. Ist die Kollegin, die soeben in den Führungskreis gekommen ist, tatsächlich Konkurrenz oder kann ich nicht einfach mal mit ihr einen Kaffee trinken und sie als Vorbild sehen? Probiere es mal aus. Der erste Schritt könnte es auch sein, sich in unserem Newsletter anzumelden und weitere Karrierestrategien zu erhalten. Sind wir nicht alle Business Sisters?

„Die Arbeit musste ich jetzt wegen der Deadline so abgeben. Ich hätte sie aber gerne noch mal besser gemacht oder noch mehr überarbeitet. Die Präsentation, die ich gehalten habe war ok, aber ich hätte noch mehr hierzu oder darüber erzählen sollen.“

Schluss damit! Gut bedeutet gut! Wir Frauen neigen zu übermäßiger Selbstkritik und Perfektionismus. Ich nenne es auch gerne „die weibliche Selbstzerfleischung“.

So witzig ausgesprochen, klingt es auch noch unnötiger, als es schon ist, stimmts?

Der Tipp, sich nicht unter Wert zu verkaufen, gilt übrigens auch für Gehaltsverhandlungen.

Wenn du nicht selbst an dich glaubst, wer soll es dann sonst tun? Du musst immer an dich glauben und wenn dein Umfeld dich nur runterzieht, dann musst du – so hart es klingen mag – dein Umfeld wechseln.

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